Fokus auf

Wo früher weite Worte waren,
sind heute wenig Zeilen.
Was gestern einlud zum Verweilen,
umgibt sich nun mit Nostalgie,
die in ausgesessenen Stühlen
blätternde Geschichten zeigt.
Umhüllt von Stoff, in dem sich lang Vergessenes neigt.

Kaum jemand draußen.
Dennoch Viele an vielen Stellen im Außen.
Statt einzuladen, lieber allein.

Zwischen-menschliche Gebilde,
Schatten und Sturm.
Eisernes Verlies im eisernen Turm.
Zweige und Gräser wachsen hinaus.
Doch mit dem Schmerz in der Brust,
bleibt nicht die Zeit, die es zum Luft holen braucht.

Doch eine zarte Knospe,
schweigend still,
mit Wort zu Poesie.
Trägt innere Essenz
und neue Energie.
Sie wächst nicht alleine,
denn wo diese eine Knospe ist,
sind mehrere Zweige.

Offene Perspektive,
bewegte Richtung.
Fokus auf Freu(n)de.
Du findest sie im Herz der Kunst deiner Dichtung.

MaNoni

 

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Vielleicht

Vielleicht bist du der Kitt zwischen den Fenstern,
der nun ihren Rahmen hält.
Vielleicht bist du die Woge die mich glättet.
Vielleicht nimmst du den Bogen meiner Welt
und formst aus Mangel „add it“.
Vielleicht siehst du, was ich nicht sehe
und hältst noch fester daran fest.
Vielleicht lenkst du den Weg zur Krone
und in mein Geäst.

Vielleicht bist du all das.
Vielleicht auch nur ein Teil davon.

Was auch immer wir noch werden,

in der Tiefe sind wir es schon.

MaNoni

Kreis

Hab mich im Kreis gedreht

und dennoch soviel mitgenommen.

Du hast mich irgendwie beendet

und dadurch neu begonnen.

 

MaNoni

Spuren

Wir gehen aneinander vorbei.

Vor allem spurlos.

Belanglosigkeiten brechen sich Bahn

im Schwimmen die Goldmedaille.

Um seine Endlichkeit zu begreifen, muss man sein.

Nicht nur laut, auch über die eigene Stille hinweg.

Ein Wort.

Nach innen.

Es ist, was sich zeigt.

 

MaNoni